der blaue salon

Foto: Maria K. Rinecker
Foto: Maria K. Rinecker

Ach du lieber Schaden ...manchmal tut Jammern ja so gut!

Was war an diesen Schäden im Blauen Salon schuld?

Schlicht und ergreifend, verrutschte Dachziegel! Regen konnte ungeniert eindringen und schon war die Decke nass und teilweise aufgelöst. Die zeitlich undichte Dachstelle war es aber nicht alleine. Nein, die Untersuchung des Restaurators war an so manchen Löchern schuld. Naja, von Schuld kann man nicht wirklich sprechen, denn das sind keine richtigen Schäden. Das sind Gucklöcher in den Background der Gemäuer, oder korrekt ausgedrückt, das mit Weiden, Stroh und Lehm befüllte Gefache.

All das kann mit Arbeit und natürlich Kosten behoben werden. Nur, es schaut in dem jetzigen Zustand schon erschreckend aus.

Die oberen Räume waren nach dem Auszug von meiner Tante Fanni (Franziska Körber) mit Familie, von Hans und Hedwig Guttenbach (Hans geb. von Gäulsmetzgerei Ludwig Guttenbach . Rineckerstraße 7 / Hedwig aus Heiligkreuz) angemietet. Der Blaue Salon diente ihnen als Schlafzimmer und die blaue Farbe ist ihr Werk. Auch verlegten sie den Ofen mit einem Loch in ihr Wohnzimmer (siehe Bild Nr. 8). Mir gefällt diese blaue Farbe, da sie zufälligerweise ehemals so ähnlich auch im Torbogen vorhanden war.

Nach ihrem Tod (beide starben in ihrer Wohnung), ließ Mama kurzerhand  den Strom kappen (Leitungen veraltet) und die Räume anschließend standen ca. 25 Jahre unbeheizt leer. Das Ergebnis sehen Sie in der oberen Bilderserie.

 

Ja, wenn der Schein trügt! So niedrig ist der Blaue Salon nämlich nicht. Der Schein und das momentane Empfinden trügt. Gemessen 2,30 Meter. Nachdem der Hauseingang 3 Meter ist, findet man sich in einem niedrigeren Raum wieder und ...

was ist inzwischen schon passiert?

Einiges!

  • Geräumt, sowieso
  • Durchdacht und zugeordnet - Immer wieder werde ich gefragt: "War das Mobiliar schon immer hier?" Antwort: "Nein!" Es gibt kein einziges Erbstück aus dem Rinecker Haus im Blauen Salon. Die habe ich bis auf dem Stuhl, den Bilderrahmen, dem Tischchen unter dem Grammophon alle mitgebracht.  Zielgerecht hatte ich die schon teilweise eingelagert: Denn das Sofa stammt von einer guten Bekannten aus Bobingen (sie wiederum hatte es aus Thüringen), der Ofen stammt auch von ihr, das Grammophon und der Tisch aus Mering, die Säule ist nach meiner Idee von meinem Mann in Mittelstetten  ausgeführt, der Stuhl ist ein Geschenk von Geschichtsliebhabern aus Pfaffenhausen, das Tischchen unter dem Grammophon von meiner Schulfreundin Hildegard vom Gerlachs Haus (Rineckerstraße 19), die Bilderrahmen sind Geschenke von netten Hammelburgern oder Einkäufe vom Hammelburger Flohmarkt. Die Deckenlampe stellt sich aus  2 Geschenken. zusammen. Und jetzt noch was ganz Geheimnisvolles: Eines Tages stand vor dem Hoftor der Brikettkasten und bis heute weiß ich nicht, von wem er ist. Aber ich war begeistert!
  • Es wurde wieder Licht - Die Grundbeleuchtung und die Stromanbindung ist wieder vorhanden. Juchuu, aber für Ausstellungsräume natürlich noch nicht ausreichend. Es fehlen logischerweise entsprechende Strahler für die historischen Exponate. Bewusst entschied ich mich für die historische Aufputzverlegung der Leitungen und der antiken Bekalitschalter (Anfang des 20. Jahrhundert). Die Lichtschalter waren im Blauen Salon noch original vorhanden. Die Deckenlampe setzt sich aus 2 Lampen zusammen und das Innenleben ist komplett erneuert. Auch das kleine Wandlämpchen wurde mir von einer Nachbarin als Geschenk überreicht. Allerdings ohne Quaste, die ist aus meinem heißgeliebten Quastenfundus. Den wiederum dezimierte meine Moritza während ihrer Kleinkatzenphase.

 

 

Blauer Salon: Schaukelpferd von meiner 1. Tochter Anabel Reimer >von ihrer Oma Angela Hemm aus Sommerhausen.meine Schwiegermutter
Blauer Salon: Schaukelpferd von meiner 1. Tochter Anabel Reimer >von ihrer Oma Angela Hemm aus Sommerhausen.meine Schwiegermutter