die rineckerstiftung

Stiftung für die Gründung der Königlich Bayerischen Lateinschule

Seine Schenkung von 3000 Gulden als Beitrag zur Gründung der Latein Schule war für die Königlich bayerische Regierung die Voraussetzung, die erste Klasse einer Lateinschule zu genehmigen. Aus der entwickelte sich dann bis 1905 das Polygymnasium und schließlich 1961 das voll ausgebaute Frobenius-Gymnasium mit Abitur.

Heinrich Ullrich, der Verfasser der Hammelburger Stadtchronik, meint, er habe das Geld in Erinnerung an seine ehemalige Studienzeit im Hammelburger Gymnasium gestiftet. Jakob Rinecker schloss sie im Jahr 1776 ab. Die Schenkung  spricht für seine Weltoffenheit, die er als Landwirt und Ökonom, durch die Schulbildung förderte.

In seiner Testamentsergänzung vom 16. Februar 1841 zweigte er 50 Gulden von der Armenstiftung ab. Seine Begründung, "ihm sei daran gelegen, dass die lateinische Schule da hier möglichst bald errichtet werde". Zu Lasten der Unterstützung angehender Handwerker.

Zusammenfassend sagt Dietmar Katzer: "Für das Hammelburger Gymnasium ist Jakob Rinecker bedeutsam geworden durch seinen Beitrag zur Begründung einer lateinischen Schule von zwei, bis womöglich vier Klassen".

Das höhere Bildungswesen in Hammelburg seit der Reformation

Abgegangene Schüler nach erfolgreichem Abschluß des Gymnasiums > 14x Name Rinecker

1. 1753 Bernhard Rinecker und 2. Jakob Rinecker (HAB), 3. 1754 Adam Rinecker (HAB), 4. 1757 Bernhard Rinecker (HAB), 5. 1761 Joh. Mathias Rinecker (HAB), 6. 1791 Johann Rinecker (HAB), 7. 1795 Anton Rinecker (HAB), 8. 1799 Friedrich Rienecker (HAB), 9. 1801 Anton Rinecker (HAB), 10. 1850/51 Karl Rinecker (HAB), 11. 1871/72 Anton Josef Rinecker (Hundsfeld),  12. 1877/78 Andreas Rinecker (HAB), 13. 1878/779 Anton Rinecker (HAB),  14. 1904/05 Franz Josef Rinecker (HAB), 

Lateinschule 1850
Lateinschule 1850

Stiftung für arme Mitmenschen und ihre Bildung (Armenstiftung)

Die Armen waren ihm ein wichtiges Anliegen. Materielle Grundlage bildet der Erlös aus der Verpachtung seiner Wiesen und Grundstücke. Dieser Teil der Stiftung hat er in die Obhut der Stadt Hammelburg gelegt. Die zum Stiftungsfond gehörenden Wiesen dürfen zu keiner Zeit veräußert werden.

*Aus den Renten/Erlöse dieser Stiftung sollte der zeitliche Stadtpfarrer jährlich 100 Gulden unter die Hausarmen verteilen, "worüber er keine    Rechnung zu legen hat, sondern bloß seine Priesterpflicht verantwortlich sein soll".

*Ebenfalls 100 Gulden waren gedacht "für arme Knaben zur Erlernung von Handwerken", worüber der Armenpflegschaftsrath zu entscheiden habe.

*Sechs der "ärmsten und würdigsten" Erstkommunikanten (3 Knaben und 3 Mädchen) sollten jährlich neu gekleidet werden.

Diesen Schenkungen fügte Jakob Rinecker den Wunsch bei, die Empfänger möchten "den Stifter in ihr Gebet einschließen".

Ausgaben

 Schreiben an den Hochwürdigen Herr Stadtpfarrer Valentin Joseph Weiglein vom 18. November 1841

DAW; Akte: Pfarrarchiv Hammelburg, Teilbestand I,Karton 27, Nr. 47

Schreiben an den Hochwürdigen Herr Stadtpfarrer Valentin Joseph Weiglein vom 5. Dezember 1841

DAW; Akte: Pfarrarchiv Hammelburg, Teilbestand I,Karton 27, Nr. 47

 Ausgaben ab 14. April 1841 bis 6. Oktober 1844.

In einem Dina 6 Heftchen buchhalterisch geführt von Stadtpfarrer Weiglein 

DAW; Akte: Pfarrarchiv Hammelburg, Teilbestand I,Karton 27, Nr. 47

Schreiben.....? vom 25. Juli 1842

DAW; Akte: Pfarrarchiv Hammelburg, Teilbestand I,Karton 27, Nr. 47


Rineckerstiftung: Heute

Die Verwaltung

Die Rineckerstiftung wird von der Stadt Hammelburg verwaltet. Was erwirtschaftete sie bisher und was erwirtschaft sie heute? Was bewirkte sie, gemäß den Wünschen Jakob Rineckers, bisher und was heute? Auch hier muss ich noch etwas Recherchearbeit leisten.